Warum Höhen zwischen 1200 und 1800 Metern eine besondere Zone für den Körper sind
Ein paar Höhenmeter mehr. Die Landschaft öffnet sich.
Der Blick wird weiter. Der Kopf ruhiger.
Und irgendwo im Hintergrund beginnt der Körper zu arbeiten.
Unsichtbar.
Still.
Mit jedem Höhenmeter verändert sich die Luft ein wenig. Der Sauerstoffanteil bleibt gleich – etwa 21 Prozent. Doch der Luftdruck sinkt. Dadurch stehen dem Körper pro Atembewegung etwas weniger Sauerstoffmoleküle zur Verfügung.
Nicht dramatisch.
Aber genug, damit die Biologie reagiert.
Die Zone der mittleren Höhe
In der Höhenphysiologie spricht man von Mid Altitude.
Diese Zone beginnt ungefähr bei 1200 Metern und reicht bis etwa 2000 Meter. Besonders interessant für Anpassungsprozesse ist der Bereich zwischen 1200 und 1800 Metern. Hier beginnt der Organismus, sich an das leicht reduzierte Sauerstoffangebot anzupassen.
Ein zentrales Hormon spielt dabei eine Rolle: Erythropoetin – kurz EPO.
Es stimuliert die Bildung roter Blutkörperchen. Mehr rote Blutkörperchen bedeuten:
- mehr Sauerstofftransport
- mehr Ausdauer
- mehr Energieproduktion in den Zellen
- der Körper wird effizienter im Umgang mit Sauerstoff
Warum Sportler die Höhe suchen
Viele Ausdauersportler trainieren bewusst in mittleren Höhenlagen.
Bekannte Trainingsorte wie St. Moritz, Flagstaff oder Iten in Kenia liegen meist zwischen 1600 und 2200 Metern. Die höhere Erythropoetin (EPO) Konzentration verspricht bessere Leistungen.
Manche Trainingskonzepte kombinieren das sogar:
Leben in der Höhe – intensives Training etwas tiefer.
Andere Programme setzen vollständig auf Training direkt in der Höhe. In beiden Fällen nutzt der Leistungssport denselben Effekt:
Der Körper wird effizienter im Umgang mit Sauerstoff.
Die Energie der Bergluft
My Mountain Moments liegt auf etwa 1300 Metern im Mühlwaldertal, einem kleinen Seitental des Ahrntals. Hier endet die Straße am Alpenhauptkamm, am Fuße mächtiger 3000er Berge. Es gibt keinen Durchzugsverkehr.
Rund 1400 Menschen leben in diesem Tal.
Streusiedlungen.
Einzelne Höfe.
Kleine Weiler.
Darüber Wälder, Almen und Bergkämme.
Das gesamte Ahrntal ist Reinluftgebiet.
Die Luft ist klar. Nächte sind dunkel genug, um einen außergewöhnlichen Sternenhimmel zu sehen. Auf einigen Wegen ist es hier noch möglich, einen ganzen Tag unterwegs zu sein, ohne jemand zu begegnen.
Zurück zum Ursprung – einfach und wohltuend:
Höhe.
Kühle Luft.
Bewegung in der Natur.
Reize, auf die der menschliche Organismus seit jeher reagiert.
Manchmal braucht der Körper nicht mehr. Ein paar Höhenmeter. Etwas weniger Luftdruck. Der Körper beginnt sich anzupassen.
Bei My Mountain Moments nennen wir diesen Zustand
MID ALTITUDE MAGIC
Deine
stay grounded and enjoy every moment
Nächste Woche im MMM Magazin:
FOREST FREQUENCY – Warum Waldluft unser Nervensystem beruhigt
Wie wärs inzwischen mit einem Micromoment – nur für Dich?
MICROMOMENT OF THE WEEK
Heute suchen wir die Höhe
FIND YOUR ALTITUDE
Geh auf den höchsten Punkt in deiner Nähe. Vielleicht gönnst Du Dir einen Ausflug in ein Naherholungsgebiet in Deiner Umgebung, das etwas höher liegt.
Ein Hügel.
Ein Aussichtspunkt.
Ein Bergweg.
Bleib kurz stehen.
Atme ruhig durch die Nase.
Spür, wie sich der Atem verändert.
Wenn Du die Möglichkeit hast, hoch genug zu kommen, dann erlebst Du jetzt Mid Altitude Magic live.
Wenn Du wo lebst, wo das nicht möglich ist, dann kommt bestimmt der nächste Urlaub, wo Du es mal ausprobieren kannst.
Quellen:
Levine & Stray-Gundersen (1997)
Living High – Training Low: Effects of Moderate Altitude
Journal of Applied Physiology (2013)
Altitude Training and Oxygen Transport Adaptation
Max-Planck-Institut (2020)
Physiological Adaptation to Moderate Altitude
edubily (2023)
Oxygen, Mitochondria and Energy Regulation


